Griff-Technik

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Griff-Technik

Beitrag  kujan71 am Do 14 Jul 2011 - 13:53

Moin zusammen, wie man bei uns drögen Norddeutschen so schön zu jeder Tag- und Nachtzeit sagt...! Smile

Ich habe eine Frage zur Grifftechnik.
In den diversen geposteten Videos der Asian Carrom Championships sieht man ja die verschiedenen Handhaltungen und Griffe, um einen Striker abzuschießen.

Kann man generell Aussagen und Tipps zu einer korrekten Grifftechnik geben, oder ist das in dieser theoretischen Form nur schwer möglich. Bringt es vielleicht auch nur etwas, wenn man es am Brett gezeigt bekommt?! Crying or Very sad

Ich zum Beispiel lege (im Moment) meine Hand vor den Striker, indem ich mit meinem Daumen und Mittelfinger eine leichte Gabel bilde. Den Zeigefinger setze ich dann mittig vor den Striker und schiebe den Zeigefinger zum Schuss nur grade nach vorne, ohne nach hinten "Schwung" zu holen.
Ich klemme den Striker also nicht mit Daumen und Mittelfinger ein:



Vielleicht könnt ihr ja auch mal ein Statement dazu abgeben, wie Ihr den Striker auf die Reise schickt... Wink

Liebe Grüße und einen schönen Tag wünscht Euch

Sönke <°)))><
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Re: Griff-Technik

Beitrag  WOLL-E am Do 14 Jul 2011 - 18:08

hallo,

diese technik ist Spöttern auch als 1-Finger-Joe-Technik bekannt. Ich finde sie extrem ungünstig. Für das Versenken von einfachen Steinen mag sie ja noch angehen - aber was ist, wenn du den Striker auf eine lange Reise schicken willst (z.B. ein Schuss über zwei Banden) oder wenn du einen Steinklumpen auseinanderfetzen willst? Solche Schüsse brauchen Kraft, und die ist mit dieser Technik kaum noch präzise aufzubringen. Für solche Kraftschüsse bräuchtest du dann eine zweite Technik - dann doch lieber eine, mit der alles geht!
Mit deiner Technik habe ich auch mal angefangen und nach einem halben Jahr gewechselt. Die neu Technik war auch nicht mein Ding, also nochmal gewechselt - jetzt spiele ich mit Daumen und Zeigefinger. Der Daumen dient einerseits als Führung und - was auch sehr wichtig ist - erzeugt einen kleinen Druck zwischen Zeigefinger und Daumen vor dem Abschuss - wie so ne Art Feder. Schwer zu beschreiben...
Die Techniken mit Daumen (und vielleicht sogar noch Ringfinger) und auch die Scherentechnik haben alle den Vorzug, dass man diesen Druck aufbauen kann. Man kann mit diesen Techniken alle Schüsse zwischen weich und hart spielen.
Schau dir mal die Darmstädter Website an carrom-darmstadt.de und schau dir unter "Videos" die Schusstechniken an. Da siehst du, was ich meine.
Jedenfalls solltest du alle verschiedene Techniken ausrobieren, irgendeine ist sicher auch für dich dabei. Wenn mal kein Platz für die Hand ist, kann sogar 1-Finger-Joe mal gut sein. Am einfachsten zu lernen ist meiner Meinung nach die mit Daumen und Zeigefinger, wie auf dem ersten Schusstechnik-Video.
Wolle
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Pit am Mo 18 Jul 2011 - 17:41

Hallo
Sehr gut erklärt Wolle ! ! !

1-Finger-Joe-Technik, ja genauso wird diese Technik auch bei uns genannt (belächelt).
Ich hab allerdings schon einige Spieler gesehen die mit dieser Technik gutes Carrom gespielt haben. Allerdings der Nachteil bleibt man kann keine festen kontrollierten Schüsse damit ausführen.
Zitat Wolle:
aber was ist, wenn du den Striker auf eine lange Reise schicken willst (z.B. ein Schuss über zwei Banden) oder wenn du einen Steinklumpen auseinanderfetzen willst? Solche Schüsse brauchen Kraft, und die ist mit dieser Technik kaum noch präzise aufzubringen. Für solche Kraftschüsse bräuchtest du dann eine zweite Technik - dann doch lieber eine, mit der alles geht!


Und genau dezhalb bin ich genau Deiner Meinung Wolle !
Ja genau wie so ne Art Feder. Also eine Feder die zurückgezogen wird und dann läßt man sie los und die Spannung entlädt sich. Oder wie eine Armbrust.

Ich möchte hier aber auch darauf hinweisen das all diese Techniken (Armbrust) am Anfang schwieriger zu erlernen sind, also etwas mehr Trainingsaufwand benötigen !

Zitat Sönke (kujan 71):
Bringt es vielleicht auch nur etwas, wenn man es am Brett gezeigt bekommt?


Also ein Carrom fernstudium ist wohl schwer umzusetzen. Wolle hat hier alles gut erklärt u. sogar noch die Videos zur Anschauung präsentiert. Das hilft schon sehr viel.
Ist natürlich nicht damit zu vergleichen wenn man soetwas live gezeigt bekommt.
Du setzt Dich jetzt zuhause hin u. probierst die Armbrust Techniken aus. Dabei machst Du wieder was falsch, ist aber leider keiner da der Dich darauf hinweist. Also (vieleicht) Zeitverschwendung.
Also nochmal mein Tip an alle Anfänger. Einmal einen Carrom Clup besuchen und dann läßt man sich die grundsätzlichen Dinge (zb. Grifftechnik, Sitzhaltung, Taktik usw. ) erklären.
Hierbei ist es natürlich wichtig den richtigen Lehrmeister zu haben, den nicht jeder gute Spieler ist auch ein guter Trainer. Empfehlungen an wenn man sich in den verschiedenen Clups zu wenden hat spreche ich gerne aus. In Darmstadt würde ich zb. Wolle empfehlen !
Mit sportlichem Gruß
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Re: Griff-Technik

Beitrag  kujan71 am Mo 18 Jul 2011 - 19:38

Danke für Eure ausführlichen Erläuterungen!

Ja, das mit der falschen Grifftechnik kenne ich von dem Sport, den ich viele Jahre länger ausübe als das Hobby Carrom... nämlich vom Squash.
Wenn bei uns zum Training Interessierte und Neulinge kommen, haben sie sich zumeist auch eine falsche Schlägerhaltung angewöhnt. Eine Schlägerhaltung, die vielleicht im Moment den Anfängern dieses Sports am bequemsten erscheint, die jedoch irgendwann hinderlich wird, wenn man die Absicht hat, den Sport ernsthafter und ausdauernder zu betreiben.
Man bleibt einfach irgendwann auf einem Niveau hängen.
Bestimmt ist das mit Carrom vergleichbar.

Mit viel Geduld und fürsorglichem Training kann man jedoch jeden auf den richtigen Weg bringen.

Von meinen Sportskameraden (mich eingeschlossen) kann ich allerdings sagen, das sich der Nachwuchs in diesem Fall weder zum Gespött macht, noch von uns belächelt wird.
Immerhin ist jeder einmal klein angefangen und war glücklich darüber, das man auf Fehler aufmerksam gemacht wurde.

Die Videos habe ich mir angesehen und übe auch schon fleißig. Im Moment komme ich mir vor, als säße ich wieder zum ersten mal am Brett... Rolling Eyes

Aber mit Geduld und Spucke... Wink

Eine schöne Woche wünscht Euch
Sönke
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Pit am Di 19 Jul 2011 - 17:30

Hallo Sönke
Zitat Sönke:
Danke für Eure ausführlichen Erläuterungen!

Danke für die Blumen. Wenn jemand interesse hat dann helfe ich doch gerne. Und so wie Du Dich hier im Forum angaschierst bist Du eine Bereicherung u. scheinst ja wirklich interesse zu haben !
Zitat Sönke:
Bestimmt ist das mit Carrom vergleichbar.

Ja der Vergleich passt.
Zitat Sönke:
Eine Schlägerhaltung, die vielleicht im Moment den Anfängern dieses Sports am bequemsten erscheint, die jedoch irgendwann hinderlich wird, wenn man die Absicht hat, den Sport ernsthafter und ausdauernder zu betreiben.

Ob nun jemand vorhat Carrom als ernsthaften Sport zu bereiben oder ob er/sie nur zu Hause mit Freunden spielt ist doch völlig egal. Hinderlich ist eine falsche Technik von Anfang an !
Zitat Sönke:
Mit viel Geduld und fürsorglichem Training kann man jedoch jeden auf den richtigen Weg bringen.

Diese Aussage ist richtig. Das setzt natürlich vorraus das derjenige der den Weg sucht diesen auch finden will und er bereit u. interessiert ist sich von einem Wissenden den Weg zeigen zu lassen !
Zitat Sönke:
Von meinen Sportskameraden (mich eingeschlossen) kann ich allerdings sagen, das sich der Nachwuchs in diesem Fall weder zum Gespött macht, noch von uns belächelt wird.


So wie Du das hier verstanden hast war das nicht gemeint. Ich kann hier nur für mich sprechen, aber ich glaube Wolle hat das auch nicht so gemeint wie Du das verstanden hast.
Also, was hier verspottet oder belächelt wird ist (in Deinem Fall) der Griff u. nicht Du als Spieler der diesen Griff benutzt ! Woher sollst Du es besser wissen ! ?

Etwas anders verhält sich das bei einem Spieler der schon 10 Jahre spielt u. der behauptet das seine 1-Finger-Joe-Technik eine absolute vollwertige Technik sei u. das es nur eine Frage der Zeit ist bis er so ganz weit oben mitspielt. Wenn man diesen Spieler dann beim spielen zuschaut erkennt der Fachman das er nicht in der Lage ist ( zb. ) feste Positionsschüsse auszuführen. Auch hat er noch nicht einmal versucht sich eine zweite Technik anzueignen mit der er diese festen Positionsschüsse spielen könnte. Oder wenn er es versucht hat schafft er es nicht diese Kraft auf einen Punkt zu bringen.
In diesem Fall wird von mir nicht nur der Griff sondern auch der Spieler belächelt.

Und hier noch ein super Tip von mir. Nehme Kontakt zu dem Forums Mitglied JFF auf. Dieser Herr ist einer von den Wissenden u. ist bestimmt bereit sich mit Dir zu treffen. Von Horst nach Hamburg sind es gerade mal 43 km. Gerne stelle ich auch den Kontakt für Dich her u. er meldet sich dann bei Dir.
Viel Spaß beim üben
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Re: Griff-Technik

Beitrag  kujan71 am Di 19 Jul 2011 - 18:39

Hallo Peter!

So habe ich das auch nicht verstanden. Wäre das so, dann würdet ihr hier im Forum ja auch nicht so ausführlich und hilfsbereit auf unsere Fragen antworten.

Das mit dem Spott ist ja aber immer so eine relative Sache. Ihr seit hier für uns „normalsterbliche Schnippser“ natürlich so was wie Vorbilder, weil Ihr (zumindest viele von Euch Turnierspielern) meisterlich seit in dem, was unser gemeinsames Steckenpferd ist. Ich wiederhole mich: immerhin schreibe ich hier grade dem Deutschen Rekordmeister! Laughing

Andere jedoch mögen wiederum uns alle belächeln, welchen Hype wir hier betreiben, wenn es darum geht, kleine gedrechselte Holzscheibchen in bunt gestrickte Netzchen zu schieben. Immerhin tauschen wir uns nicht über Raketentechnik aus! Smile

Alles, wie immer, eine Sache des Standpunktes...

Mir ist noch nicht ganz klar, ob mit dem Zeigefinger am Daumen bei jedem Schuss Druck aufgebaut wird, je nach Intensität des gewünschten Schusses halt mehr oder weniger doll.

Grade auch beim ersten Video-Tipp von Woll-E kann man die Wirkung des Daumens nur ganz schlecht erkennen. Ist wohl auch nur ein lockerer Schuss ohne Distanz und Kraft...

Euch einen schönen Abend

Sönke
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Pit am Fr 22 Jul 2011 - 19:11

Hallo
Ja ok. Raketentechnik ist das nicht, aber was solls. Fußball ist auch keine Raketentechnik u. da wird ja ein riesen theater drum gemacht. Und nur weil es dort um viel Geld geht u. beim Carrom nicht ist das für mich kein Grund nicht über mein Hobby nachtzudenken.
Zitat Sönke:
Mir ist noch nicht ganz klar, ob mit dem Zeigefinger am Daumen bei jedem Schuss Druck aufgebaut wird, je nach Intensität des gewünschten Schusses halt mehr oder weniger doll.

Ja so ist das bei jedem Schuss wird Druck aufgebaut, je nach Intensität des Schusses.
Die nächste Frage wäre dann wie entlädt sich der Druck ? Bei dem Beispiel mit der Feder (Armbrust) ist das klar. Ich drücke die Feder mit dem Finger zusammen, je nach gewünschter Intensität nur ein bisschen oder eben mehr. Dann nehm ich den Finger weg u. der aufgebaute Druck entlädt sich.
Aber wie Funktioniert das beim Carrom ?
Dann lass mal hören.
Ja das ganze ist eine Wissenschaft u.mir macht es Spaß darüber nachzudenken !
Egal ob nun jemand vorhat Tuniere zu spielen u. Meisterschaften zu gewinnen oder ob ich nur zu Hause mit Freunden spiele. Das ist doch egal. Es macht doch spaß über die Technik (das ganze Spiel) nachzudenken. Warum funktioniert mein Spiel an einem Tag u. am nächsten Tag nicht mehr ? Der wichtigste Punkt ist sicherlich eine reproduzierbare Technik !
Viele Wege führen nach Rom !

Ja und an dieser Stelle ist noch lange lange nicht schluß. Zu einer sauberen Technik gehört auch eine ordentliche Sitzhaltung (Körperstellung/drehung zu dem einzelnen schuss) auf dem Stuhl ! Und die Plazierung des Stuhles ist ebenso wichtig ! Wie stelle (plaziere) ich den Stuhl ? Das ist zb. abhängig von der Körpergröße des Spielers. Sollte ein Spieler seinen Stuhl nicht jedesmal gleich zum Brett positionieren braucht er sich nicht zu wundern das sein Spiel heute gut u. Morgen schlecht ist ! Tut er aber, weil er eben nicht zu den Wissenden gehört.
Ein schlauer Schachspieler sagte einmal zu einem anderen: Sie, sie probieren sie versuchen, aber ich ich weiß ich sehe !
Du glaubst das ist alles ? Ich hab das hier nur mal kurz angerissen. Die Erklärungen fehlen ja noch. (zb. wie stelle ich den Stuhl immer gleich). Da gibt es noch ne menge mehr Faktoren die in zusammenhang mit der Technik stehen. Zum Beispiel im Mentalen Bereich.
Ok das soll ja hier kein Buch werden, hi hi. Ich wollte Dir hier nur klarmachen das ein Fernstudium schwer ist. Was aber nicht heißen soll das ich keine Fragen mehr beantworte. Ich sage nur JFF !
Vergleiche hinken ja oft, aber nur damit Du mal siehst was es noch so alles gibt hier mal ein link.
Mit sportlichen Gruß
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Re: Griff-Technik

Beitrag  kujan71 am Sa 23 Jul 2011 - 18:24

Wow... danke Peter!

das war mal wieder eine erschöpfende Antwort auf meine Frage. Smile
Auch um die richtige Sitzhaltung und -Höhe habe ich mir bislang wenig bis gar keine Gedanken gemacht.
Wir lümmeln uns immer um den Stubentisch in der gemütlich tiefen Polster-Sitzecke herum... Reproduzierbar sind da immer nur die Handgriffe zur Bierflasche und in die Chips-Schüssel Razz
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Schawonda am Mi 17 Aug 2011 - 21:17

Very Happy Kommt mir doch irgentwie bekannt vor !
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Schtarek am Mi 14 Aug 2013 - 14:14

Hallo.
Ich habe vor wenigen Wochen Carrom für mich wieder entdeckt und es macht einfach unheimlich spaß.

Ich setze mich grundstzlich gerne mit Spielweisen/fertigkeiten/strategien auseinander, da schien Carrom die perfekte Wahl zu sein. :-)

Daher reaktiviere ich auch nun den alten Thread.
Ich muss zugeben, ich nutze ebenfalls die "1 Finger Joe Technik". Das man mit dieser Anfänger Methode dennoch gut zielen kann (Umständen entsprechend) wurde ja bereits hier diskutiert.

Im Bezug auf das "Kraft" Problem habe ich, für mich, folgende Lösung gefunden.
Ich lege den Zeigefinger mit dem Rücken auf das Carrombrett(so dass der Fingernadel das brett logischerweise berührt) und nutze die gewonne Kraft durch den vorhandenen Druck. Wenn ich mir Ziele auf dem brett aussuche, (teilweise noch ohne Steine weil es Testzwecke bzgl. des Zwei bandenschusses sind) treffe ich diese eigentlich punktgenau. (Im Rahmen eines Anfängers)

Überwiegen die Nachteile trotzdem ?

Es ist einfach so schwierig sich selbst zu zugestehen, dass eine andere Methode langfristig effektiver sein könnte und man seine präferierte Spielweise lieber Überdenken sollte. Vor allem vor dem Hintergrund, dass andere Schnipp methoden bislang nur sehr moderat ausfallen.
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1-Finger-Joe-Technik /siehe Foto post 1

Beitrag  Pit am Fr 16 Aug 2013 - 20:34

Zitat Schtarek :
Überwiegen die Nachteile trotzdem ?

Antwort :
die Nachteile sind zu groß !

Wolle hat in post 2 bereits alles erklärt. trotzdem gut das Du noch mal nachhackst.
Zitat Schtarek :
Wenn ich mir Ziele auf dem brett aussuche, (teilweise noch ohne Steine weil es Testzwecke bzgl. des Zwei bandenschusses sind) treffe ich diese eigentlich punktgenau. (Im Rahmen eines Anfängers)


ist eben schwer mit Worten alles zu erklären. die Kraft von 2 Banden reicht nicht aus um viele positions Schüsse zu spielen.
hier mal ein Beispiel :        ( auf das Foto klicken )





Ziel ist bei diesem positions Schuß folgendes :

Wir Spielen Schwarz. Der Striker trifft den schwarzen Stein (dieser soll auf den weißen Stein der das linke Loch blockiert prallen /loch sauber machen) und wird dann so abgelenkt das er zuerst auf die Bande prallt u. danach auf das Feld knallt.
Für solch einen Schuss braucht man viel mehr Kraft als 2 Banden. Der erste Kraftverlust - kontakt mit dem schwarzen Stein. Der zweite Kraftverlust - kontakt mit der Bande. Der dritte Kraftverlust -  kontakt mit dem kompakt liegendem Feld, das brutal aufgesprengt werden soll.
Das war nur ein Beispiel es gibt sehr viele Schüsse bei denen man sehr viel kraft braucht. Und genau solche positions Schüsse sind es die den Unterschied ausmachen. Offene Steine spielen können viele. Was aber tun wenn ich keine mehr habe ? Wer die Position beherrscht gewinnt zu 90 Prozent das board !
Und was macht Joe ?
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Schtarek am Fr 16 Aug 2013 - 20:40

Wow. Vielen Dank für die ausführliche und bildhafte Darstellung. Also an Kraft mangelt es mit meiner Methode wirklich nicht aber ich versuche mal deine Situation nachzuspielen und wenn sich bereits diese "einfache" Situation als zu schwierig erweist, muss ich mich wohl geschlagen geben. :-)
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Schtarek am Fr 16 Aug 2013 - 21:33

Die Situation war lösbar. Der Steinhaufen wurde gut gesprengt. Nicht sehr gut allerdings auch nicht schlecht.
Wenn es um andere Schnippmethoden geht muss ich mich vor Ort wohl belehren lassen. Fernkurs Internet hilft mir leider nicht wirklich. Ich verkrampfe mir nur die Finger und der Striker düst überall hin, nur nicht dahin wo er soll.
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Pit am Fr 16 Aug 2013 - 23:01

alles klar wir sehen uns dann am Brett.
für alle anderen die hier später noch lesen. meine Aussagen bezüglich Kraft u. Technik haben natürlich auch was mit den verwendeten Materialien zu tun. also welches board, welche Bande, Steine, Pulver.
ich gehe davon aus das nur Bretter u. Pulver verwendet wird wie auf offiziellen Tunieren.
wird zb. ein solches Pulver verwendet braucht man sich über kraft keine Gedanken zu machen (ist nicht zugelassen u. hat mit Carrom nichts zu tun).
http://www.akspiele.de/carrom/carrom-zubehoer/carrom-gleitpulver-disco-superfast-das-original-aus-indien/a-378046/

in bewegten Bildern sieht das dan so aus. wie gesagt das ist kein Carrom ! ein kontrolliertes Spiel ist so nicht möglich ! ! !
https://www.youtube.com/watch?v=jKkYtf361BQ

aber auch  kujan71, der hier Mitglied ist, hat sich dann später das offizielle Puder besorgt. siehe hier post 3
http://carrom.forumieren.com/t74-kartoffelmehl

grundsätzlich wird auf zwei verschieden Pulver- Sorten gespielt.
1. in Asien / Boric Powder - dieses " Pulver "  läuft wesentlich langsammer als das Pulver das in Europa benutzt wird.

2. in Europa, Japan, USA (oder dem Rest der Welt) / Kartoffelpuder Stärke
http://carrom.forumieren.com/t75-das-offizielle-puder-empfohlen-vom-dcv-deutscher-carrom-verband

Noch mal zurück zur - 1-Finger-Joe-Technik /siehe Foto post 1 :

ich bin nach wie vor der Meinung das man mit dieser Technik kraft Probleme hat u. zwar solange bis mir einer das Gegenteil zeigt. Bei der neueren Generation von Carrom boards (mit Plastik-anleimer an der innenseite der Bande) könnte ich mir vorstellen das es möglich ist auch mit dieser Technik (genügend ?? ) kraft aufzubauen. ( also zb. Synco Signature - Precise - Master board )

Aber spätestens bei Tunieren mit  Boric Powder ist Schluß.

mit sportlichem Gruß
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Re: Griff-Technik

Beitrag  Schtarek am Fr 16 Aug 2013 - 23:29

Ich presse wie gesagt den Rücken des Zeigefingers(Nagel) stark auf das Carromboard (nein es entstehen keine Kratzer o.ä. :-) )
und nutze den starken Druck im anschließenden Schwung.

Ich versuche dennoch nebenbei die "richtige" Schnipp Methode zu erlenen. Gut Ding braucht Zeit.
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Re: Griff-Technik

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